Business Cases

Der Krankenhausmarkt ist ständig in Bewegung. Gesetzliche Änderungen, der demografische Wandel, neue „Volkskrankheiten“, u.v.m.  – regen Überlegungen zu Veränderungen und Weiterentwicklungen im Krankenhaus an.

Neue Geschäftsfelder zu etablieren ist ein planungs- und kostenintensives Vorhaben, das viele Fragen aufwirft.
Wieviel muss investiert werden? Welche Erlöse und insbesondere Deckungsbeiträge sind möglich? Wann rechnet sich das neue Geschäftsfeld? Wie wird das neue Leistungsangebot in die Organisation eingegliedert?

inspiring-health unterstützt Sie beim Aufbau neuer Geschäftsfelder. Methodisch an den Rahmenbedingungen des DRG-Systems angelehnt, überprüfen wir für Sie das medizinische Leistungsangebot in Ihrer Region, übernehmen wirtschaftliche Analysen und definieren die notwenige Leistungsqualität.

Ausgewählte Beispiele

Geriatrie

Aufbau einer Akutgeriatrie als Zentrum für Seniorenchirurgie

Die Klinik konnte aus der Tatsache, dass ein hoher Anteil der Patienten > 70 Jahre ist, einen Vorteil generieren. Im Rahmen des bayrischen Geriatrie-Programms können Betten in akutgeriatrische Betten umgewandelt werden, sobald die Strukturvoraussetzungen erfüllt sind.

Die Strukturvoraussetzungen für die Geriatrie (lt. OPS):

  • Behandlung durch ein geriatrisches Team unter fachärztlicher Behandlungsleitung
  • Standardisiertes geriatrisches Assessment
  • Soziales Assessment zum bisherigen Status in mindestens 5
  • Wöchentliche Teambesprechung unter Beteiligung aller Berufsgruppen mit wochenbezogener Dokumentation bisheriger Behandlungsergebnisse und weiterer Behandlungsziele
  • Aktivierend-therapeutische Pflege durch besonders geschultes Pflegepersonal
  • Teamintegrierter Einsatz von mindestens 2 der folgenden 4 Therapiebereiche

inspiring-health hat folgende Projektionsrechnung durchgeführt:

  • Identifikation aller Patienten 70 Jahre und älter
  • Ermittlung der MDCs, in denen geriatrische Komplexbehandlung möglich ist
  • Ermittlung der heutigen Fallzahlen, der VwD sowie des CaseMix (IST-Daten 2010)
  • Simulationsrechnung für Mehrerlöse (Annahme: 30%-50% der Patienten werden geriatrisch behandelt)
  • Ermittlung der benötigten Betten aus Vwd neu, Anzahl Patienten, Auslastung 80% à Ergebnis: rund 40 Betten Geriatrie
  • Ermittlung der Mehrkosten durch Planung Personal entlang den o.g. Vorgaben und Sachkostenanteil geriatrischer DRGs
  • Im Verwaltungs- und Infrastrukturbereich wurden keine Mehrkosten veranschlagt

Adipositas

Entwicklung einer Deckungsbeitragsrechnung für eine Bariatrisches Zentrum

Der Auf-und Ausbau von Adipositaszentren erfolgt bisher zumeist auf Initiative des leitenden Chirurgen mit abteilungsinternen Bordmitteln. Nicht immer erfolgt dabei eine planvolle, streng prozessorientierte Analyse. Erfolgreiche Gründungen von Adipositaszentren scheinen auf folgenden Faktoren zu basieren:

  • Frühzeitige Einbindung der Krankenhausleitung und beteiligter kaufmännischer Bereiche
  • Strategische Entscheidung der Krankenhausleitung unter Einbeziehung aller beteiligten, medizinischen Fachabteilungen
  • Investitionsplan (Infrastruktur, Personal)
    Klare Projektmanagementstrukturen
  • Marketingkonzept

inspiring-health entwickelte auf Basis der bereits vorhandenen Informationen ein Werkzeug zur Deckungsbeitragsberechnung für verschiedene Konstellationen:

  • Krankenhaus mit eigenem MVZ oder eigener Ermächtigung zur Abdeckung der ambulanten Prozessschritte
  • Krankenhaus mit externem Partner zur Abdeckung der ambulanten Prozessschritte

Die Deckungsbeitragsrechnung deckt Erlöse und Kosten auf Basis von Personalaufwänden des ambulanten und stationären Bereichs ab.

Mangelernährung

Qualitätssteigerung bei der Therapie der Mangelernährung

inspiring-health führte eine Simulationsrechnung durch, ob die strukturierte Erkennung, Behandlung und Kodierung der Mangelernährung – ein häufiges Phänomen bei älteren Patienten – Mehrerlöse generieren kann. Gemeinsam mit einem Partner hat inspiring-health das Konzept „QTM – Qualitätssteigerung in der Therapie der Mangelernährung“ entwickelt.

Hierbei werden Patienten strukturiert auf das Risiko einer Mangelernährung untersucht, bei Vorliegen einer Mangelernährung mit Ergänzungsmitteln (im normalen Essen oder als Trinknahrung) versorgt und die Aufwände über spezielle ICD-Kodes kodiert. Das Screening wird durch die Pflege und eine Diätassistentin durchgeführt. Die Therapie erfolgt während des stationären Aufenthalts. Mit Entlassung erhält der weiterbehandelnde Arzt Informationen, wie die Therapie idealerweise fortgeführt wird.
Neben der Steigerung in der Qualität von Diagnostik und Therapie kommt es bei einigen Patienten auch zu höheren Erlösen im DRG System, die in aller Regel weit ausreichen, um die Kosten des Projekts zu decken.